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Africas Wild West – Afrikas Wilder Westen

In der Namib in der Nähe von Aus leben seit rund 100 Jahren in die Wildnis entkommene ehemalige Militärspferde der deutschen und englischen Armee, die nach dem 1. Weltkrieg keine Verwendung mehr hatten und sich im warsten Sinne des Wortes aus dem Staub gemacht hatten. Dem Diamantenboom in dieser Gegend ist auch noch zu verdanken, dass sich über 60 Jahre hindurch kaum Menschen in diesem Abschnitt der Wüste aufhalten durften.

Und es gab damals noch die Eisenbahn von Lüderitz, der ehemals deutschen Hafenstadt am Atlantik ins Landesinnere nach Keetmannshoop und diese Bahn brauchte unterwegs auch immer wieder flüssigen Nachschub für die Dampferzeugung. All diese Voraussetzungen waren verantwortlich dafür, dass sich bis heute eine 150 -200 Pferde zählende Population des „Namib“-Pferdes in dieser Pferde-untypischen Gegend gehalten und vermehrt haben. Existieren können sie nur aufgrund des noch immer sprudelnden Wassers der alten Eisenbahnstation bei Garub, obwohl die Bahn schon lange eingestellt wurde.

Das ist die Geschichte einer Pferdeherde, die sich in einer menschen- und Pferdefeindlichen Umgebung dem ausbleibenden Regen und den jagenden Hyänen stellt und im Laufe eines Jahres viele Schicksalsschläge hinnehmen muss.

Kamera: Liane Steenkamp  Regie: Franz Leopold Schmelzer  Schnitt: Roland Buzzi  Produktion: Interspot Film GmbH – Heinrich Mayer  ORF: Redaktion Universum: Thomas Matzek und Andrew Solomon  Musik: Roman Kariolou  Mischung: Blautöne – Tonstuio  Colorgrading: Tom Varga   Foleys: Otger Kunert

 

Auszeichnungen:

Gold Medal – New York Filmfestival 2015

Gold Award  – Deauville Green Awards Filmfestival 2015

Silver Award – Cannes Corporate Media & TV Awards 2015

Highly Commandet Diplomas: Matsalu Nature Filmfestival 2015

 

„Africas Wild West – Stallions of the Namib“ is nominated for the 49th International Emmy Awards in the category „Documentary“